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Sehr geehrte Damen und Herren,

im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat unsere Fraktion noch für diesen Antrag von den Grünen gestimmt, denn wir halten den Klimaschutz für sehr wichtig. Wir finden, dass ein Umdenken in Hinsicht auf unsere Umwelt unbedingt erforderlich ist.

Aber mit Erstaunen musste ich schon wenige Minuten später feststellen, dass die Antragsteller selber sich nicht an ihre Vorgaben in diesem Antrag halten. Den Worthülsen des Antrages folgen keine Taten!

Unseren Antrag auf einen Arbeitskreis, der weitere Maßnahmen festlegen sollte, damit es nicht bei leeren Worthülsen bleibt, sondern konkrete und umsetzbare Vorschläge erarbeitet werden, wurde mit den Stimmen von Jamaika abgelehnt!

Aber dabei blieb es nicht. Noch etwas später wurde dem Bau eines Hotels zugestimmt. Für dieses Hotel musste ein Landschaftschutzgebiet weichen. Damit die Besucher des Hotels einen besseren Ausblick bekommen, muss sogar ein 10 m vom Gebäude entfernter Baum gefällt werden. Auf einem besonders sensiblen Landschaftsraum entsteht ein bis zu 60 Meter breiter und 15 Meter hoher Hotelklotz.

Wie hieß es noch vor kurzem beim Bürgerentscheid? Als Grund für den Bürgerentscheid 2 wurde unter anderem genannt, das der 50 m naturschutzrechtlich geschützte Uferstreifen erhalten bleibt. An der Stadtbucht aber wird das ignoriert, da sorgt man denn eben dafür, dass das Landschuftsschutzgebiet gegen die Entscheidung des Beirates für Naturschutz reduziert wird.

Erst den Klimanotstand ausrufen und wenig später dann einer Verschandelung der attraktivsten Stellen Eutins zuzustimmen, ist pure Heuchelei. Aber das ist ja nicht das erste Mal, dass die Grünen hier so handeln. Schließlich stimmten sie vor wenigen Jahren auch der Fällung von über 300 Bäumen im Seepark zu!

Ein jeder Bürger müsste mehr für den Klimaschutz tun, aber wenn wir als Stadtvertreter selber nicht als Vorbild handeln, sondern alle guten Vorsätze schon wenige Minuten später über Bord werfen, machen wir uns unglaubwürdig.

Das ganze ist Wasser predigen und Wein trinken. So lange die anderen Fraktionen nicht bereit sind, solchen Worten auch Taten folgen zu lassen, können wir nicht guten Gewissens einen solchen Antrag mittragen und wegen dieser Doppelmoral lehnen wir hier und heute den Antrag der Grünen auf Ausrufung eines Klimanotstandes ab!

Wir fordern getrennte Absimmung. Denn den konkreten Maßnahmen des Ergänzungantrages der CDU können wir zustimmen.