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Die Fronten sind verhärtet.

Nachdem fast 3 Jahre vergangen sind machen sich Bürgerinnen und Bürger wieder Gedanken über den Standort der Wilhelm-Wisser-Schule.

Eine neue Schule

Die Bürgerinitiative „Mehr Raum für Entwicklung“ möchte einen neuen Standort an der „Blauen Lehmkuhle“, dort stehen über 20.000 qm stadteigenes, freies Gelände dem jetzigen Standort in der Elisabethstraße mit gerade einmal 8.300 qm bebauter Fläche gegenüber. Eine Info-Veranstaltung für Mitglieder der Eutiner Stadtpolitik sollte die Vorzüge der Lösung an der Blauen Lehmkuhle nahebringen. Wenn schon Gelder im Mittleren achtstelligen Bereich ausgegeben werden sollen, darf man nicht schon beim Bauen an die Grenzen des Machbaren stoßen.

Keine Abstriche

Die von der Verwaltung gestellte Gegenfrage beim Bürgerentscheid vom Mai 2019 legte die Selbstverwaltung und Verwaltung auf den jetzigen Standort fest und führte zu sehr vielen Kompromissen. Der geplante Bau am Berg würde keine Aula bekommen und nur einen kleinen schattigen Pausenhof. Von dem Abriss fast der gesamten Schule und des angrenzenden Ackerbürgerhauses war damals noch gar nicht die Rede. Das sind Kosten, die bei einem Neubau an der Blauen Lehmkuhle vermieden werden können. Ein Ersatzangebot (Container auf dem Festplatz) wäre auch nicht nötig, hier kann man auch mehreren Millionen Euro einsparen.

Das Beste für die Kinder

Da in der Stadtvertretung CDU, Grünen und FDP an ihrem Beschluss festhalten, dürfen jetzt wieder Bürgerinnen und Bürger entscheiden. Auf der Veranstaltung malte Frau Obieray (Grüne) wieder ein besonders böses Bild von Ihren, unseren Kindern, sie hat kein Vertrauen in die Schüler der oberen Klassen und möchte diese nicht in der Nähe der Kleinen haben. Ein Argument, dass sie schon bei dem letzten Bürgerentscheid ins Feld führte, als die Planung für die Schulen am kleinen See anstand.

Fehler vertuschen

Indes will die Verwaltung mit dem Kopf durch die Wand, die Ausschüsse sollen die Vergabe für den Abriss des Ackerbürgerhauses in der Weidestraße durchwinken. Viele Proteste und die Aufforderung des Denkmalamtes in Kiel, keine Fakten zu schaffen bis die Erhaltungswürdigkeit noch einmal geprüft worden ist, schreckt nicht, schon einmal Kosten zu generieren. Es blüht der Stadt der gleiche Vorgang wie damals beim Haus des Gastes. Erst lässt man die stadteigenen Häuser verwahrlosen, dann reißt man sie ab. Ob man die Schule an diesem Ort baut, wird erst der Bürgerentscheid zeigen, ein denkmalgeschütztes Haus ist dann aber schon weg.